FDP-Landtagsfraktion informiert sich vor Ort über den Wiederaufbau der Lebenshilfe in Sinzig
Vertreter der FDP-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz haben die Lebenshilfe im Kreis Ahrweiler besucht, um sich persönlich ein Bild vom Stand des Wiederaufbaus nach der Flutkatastrophe zu machen. Steven Wink, Vorsitzender der Fraktion, Marco Weber, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion, und Stefan Thoma, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion, informierten sich vor Ort über die Baufortschritte und die aktuellen Herausforderungen. Der Besuch steht auch im Kontext des parlamentarischen Engagements der FDP-Landtagsfraktion für Menschen mit Behinderungen. Fraktionsvorsitzender Steven Wink hat sich im Landtag wiederholt mit der Situation von Werkstätten für behinderte Menschen befasst und deren wichtige Rolle für Teilhabe am Arbeitsleben und gesellschaftliche Integration betont.
Die Wohneinrichtung der Lebenshilfe in der Sinziger Pestalozzistraße wurde in der Flutnacht im Ahrtal schwer getroffen. Zwölf Bewohnerinnen und Bewohner verloren ihr Leben. Dieses schreckliche Ereignis prägt die Arbeit der Lebenshilfe bis heute.
Inzwischen gibt es wichtige Fortschritte: Das überflutete Gebäude wurde saniert, die Abschlussarbeiten für die Außenanlagen sind kurz vor der Fertigstellung. Gleichzeitig entsteht für die Wohngruppe ein Neubau im Stadtkern von Sinzig. Beim Besuch vor Ort machten sich die Abgeordneten ein umfassendes Bild vom aktuellen Stand der Planungen und Bauarbeiten.
Der Vorsitzende der Lebenshilfe, Ulrich van Bebber, schilderte den langen Weg seit der Flutkatastrophe vor fast 5 Jahren: „Zunächst mussten wir den provisorischen Notbetrieb sichern. Danach begann die schwierige Suche nach einem geeigneten Grundstück für das neue Lebenshilfehaus.“
Die Erwartungen an eine schnelle Lösung hätten sich nicht erfüllt: „Wir dachten, dass wir innerhalb von zwei bis drei Jahren wieder ein neues Zuhause für unsere Bewohnerinnen und Bewohner finden würden. Doch weit gefehlt. Mehrere Grundstücksoptionen haben wir intensiv verfolgt – ohne Erfolg.“
Inzwischen sei jedoch ein entscheidender Schritt gelungen: „Wir freuen uns sehr, dass wir endlich ein geeignetes Grundstück kaufen konnten. Damit haben wir wieder eine echte Perspektive.“
Gleichzeitig bleibe der Wiederaufbau mit erheblichen Belastungen verbunden: „Wir sind keine Bauunternehmung, sondern wir wollen Menschen mit Behinderungen unterstützen. Stattdessen beschäftigen wir uns einen großen Teil der Zeit mit Anträgen, Formularen und Schriftverkehr mit Behörden.“
Die Vertreter der Landtagsfraktion waren beeindruckt von der Arbeit, die die Lebenshilfe geleistet hat. Aus ihrer Sicht zeigt aber auch der bürokratische Aufwand und die damit verbundene Mühe grundlegende strukturelle Herausforderungen auf. Steven Wink erklärte: „Das Neubauprojekt zeigt sehr deutlich, wie wichtig es ist, dass sich der Staat auf seine Kernaufgaben konzentriert. Die sozialen Träger brauchen Vertrauen und Handlungsspielräume statt übermäßiger Bürokratie. Das stärkt die Teilhabe aller.“ Der Staat dürfe nicht Bremsklotz und Hindernis sein, sondern müsse die Menschen unterstützen. Die Abgeordneten würdigten das Engagement der Lebenshilfe beim Wiederaufbau, sagten Unterstützung zu und wünschten den Verantwortlichen weiterhin Kraft und Erfolg für die kommenden Schritte.

Foto: Steven Wink
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Lebenshilfe stellt sich für künftige Herausforderungen schlagkräftig auf
Mit Blick auf die anstehenden strukturellen, baulichen und finanziellen Aufgaben hat die Lebenshilfe im Kreis Ahrweiler ihre Führungsstruktur gezielt weiterentwickelt und sich für die kommenden Jahre schlagkräftig aufgestellt. Ein zentraler Baustein ist die Neubesetzung der Leitung des Bereichs Verwaltung und Finanzen. Zum 1. Februar hat Daniela Gesche diese Funktion übernommen.
Der Vorsitzende Ulrich van Bebber begrüßte Frau Gesche gemeinsam mit dem Geschäftsführer Frank Scheider sowie dem Bereichsleiter Alexander Beier. Beier verantwortet den Bereich Infrastruktur und Bauprojekte. Van Bebber erklärte:
„Mit der klaren Aufgabenverteilung und der personellen Verstärkung ist es uns gelungen, ein leistungsfähiges Team aufzustellen, mit dem wir die vor uns liegenden Herausforderungen gezielt und professionell angehen können.“
Die neue Leiterin übernimmt ihre Aufgabe in einer besonders anspruchsvollen Phase. Nach der Flutkatastrophe steht die Lebenshilfe im Kreis Ahrweiler vor erheblichen strukturellen und finanziellen Herausforderungen. Zu den zentralen Projekten zählen der Neubau des Lebenshilfehauses in Sinzig sowie der Ausbau des Lebenshilfehauses in Hohenleimbach.
Die Bewältigung dieser Aufgaben erfordert ein eng abgestimmtes Zusammenspiel von Baukompetenz und betriebswirtschaftlicher Steuerung. Alexander Beier verantwortet Planung, Koordination und Umsetzung der Bau- und Infrastrukturprojekte. Daniela Gesche steuert die betriebswirtschaftlichen Prozesse sowie das Finanzmanagement. Beide werden die Bauprojekte und die damit verbundenen organisatorischen und finanziellen Anforderungen gemeinsam, abgestimmt und mit klaren Zuständigkeiten vorantreiben.
„Gerade in dieser Situation ist es entscheidend, dass Bauprojekte und Finanzmanagement Hand in Hand gehen. Mit Frau Gesche und Herrn Beier haben wir ein schlagkräftiges und qualifiziertes Team gefunden, mit dem wir die anstehenden Aufgaben sicher bewältigen können. Darüber sind wir als Lebenshilfe sehr froh“, so van Bebber weiter.
Vorstand und Geschäftsführung wünschen Daniela Gesche einen erfolgreichen Start und beiden Bereichsleitungen eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Foto: Ute Voß
Frank Scheider ist neuer Geschäftsführer der Lebenshilfe im Kreis Ahrweiler
Kreis Ahrweiler. Die Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler e. V. hat ihre Geschäftsführung neu besetzt. Zum 1. Februar 2026 übernimmt Frank Scheider die Geschäftsführung.
Der Vorstand der Lebenshilfe hat sich mit Frank Scheider bewusst für einen erfahrenen Praktiker entschieden. Scheider war seit 17 Jahren in verantwortlichen Leitungsfunktionen bei der Lebenshilfe Bonn tätig.
„Mit Frank Scheider gewinnen wir eine engagierte und verlässliche Führungspersönlichkeit für die Geschäftsführung“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Ulrich van Bebber. „Er bringt die fachliche Kompetenz und die Erfahrung mit, um die anstehenden Aufgaben gemeinsam mit Vorstand, Mitarbeitenden und Partnern erfolgreich umzusetzen.“
In den kommenden Jahren stehen für die Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler mehrere zentrale Entwicklungs- und Bauprojekte an. Dazu zählen insbesondere der Neubau des Lebenshilfehauses in Sinzig, der Ausbau des Lebenshilfehauses in Hohenleimbach sowie der Aufbau der Jugendhilfe im bisherigen Lebenshilfehaus in der Pestalozzistraße. Diese Projekte sind von großer Bedeutung für die Weiterentwicklung der Angebote und die langfristige Stärkung der Unterstützungsstrukturen im Kreis Ahrweiler. Mit der Neubesetzung der Geschäftsführung sieht sich die Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler gut aufgestellt, um diese Vorhaben ebenso wie ihre laufenden sozialen Aufgaben verantwortungsvoll, verlässlich und zukunftsorientiert voranzubringen.

Neubau des Lebenshilfehauses
Der neu gewählte Vorstand der Lebenshilfe Kreisvereinigung im Kreis Ahrweiler ist zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Der Vorstand wurde bei der Jahreshauptversammlung in seiner bisherigen Zusammensetzung bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Martin Schnause.
Der Vorsitzende Ulrich van Bebber betonte die Kontinuität und Handlungsfähigkeit des Gremiums: „Wir gehen mit einem bewährten Team in das neue Jahr. Das gibt Stabilität und Verlässlichkeit – gerade in einer Phase, in der wir wichtige Entscheidungen umsetzen.“
Im Mittelpunkt der kommenden Arbeit stehe der Neubau des Lebenshilfehauses in der Münzgasse in Sinzig. Nach intensiven Vorarbeiten konnte hierfür ein geeignetes Grundstück erworben werden. Der Standort bietet deutlich bessere Voraussetzungen für das geplante moderne, offene und barrierefreie Haus. „Dass wir nun Klarheit über Ort und Perspektive des Neubaus haben,ist die zentrale Entwicklung desvergangenen Jahres“, so van Bebber. „Damit kann ein lang angestrebtes Ziel bald erreicht werden, für die Bewohnerinnen und Bewohner ein neues Zuhause in Sinzig zu bauen – ein Haus, das Offenheit, Teilhabe und Lebensqualität verbindet.“ Der Vorstand hofft, dass es jetzt bald eine Baugenehmigung gibt, und die konkreten Arbeiten starten können.
